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Die Philosophie der Paralapsie

Was ist die Paralapsie? Woraus besteht sie? Und wo führt sie hin? Diese Fragen wird sich der geneigte Zeitungsleser in letzter Zeit des Öfteren gestellt haben. Jüngst berichteten die Medien immer wieder über eine sagenumwobene, den menschlichen Verstand ansprechende Philosophie, die alles bisher Gesehene und Gedachte in den Schatten zu stellen vermag; eine Philosophie, die sich um ihrer selbst willen aufrecht erhält und kein höheres Ziel verfolgt als das Bewusstmachen ihrer über die Jahrhunderte herauskristallisierten höchsten Güter: Meta-Wahrheit und Meta-Lüge, die beide, man hat es nicht anders erwartet, als Paradoxon koexistieren und das Sehvermögen des philosophischen Konstrukts, namentlich der Paralapsie, darstellen.

Folglich handelt es sich bei beiden Begriffen um die Grundfeste des paralaptischen Gedankenguts und sie sind zugleich Erkenntnisorgan, das, wie der Name ahnen lässt, zur Erkenntnis führt, die alle bisherigen Erkenntnisse mit erkenntnisreicheren Erkenntnissen zu einer schier unendlich großen Fülle neuer Erkenntnisse führt. Erkenntnis wird in der Paralapsie dementsprechend ganz groß geschrieben, vorzugsweise in Versalien: ERKENNTNIS. Die jeweils individuelle Erleuchtung geht also immer auf die Koexistenz von Meta-Wahrheit und Meta-Lüge zurück. Sie sind es auch, aus denen Aktion und Zustand entspringen. Den aktiven Part nimmt die Meta-Wahrheit ein. Aktionen sind beispielsweise Kunst, Tanz im Wald und Diskurs. Passive Zustände und damit Teil der Meta-Lüge sind Absolutheit, Existenz und Wissen.

Wie sich die Theorie in der Praxis verhalten wird, werden die kommenden Jahrhunderte des paralaptischen Zeitalters zeigen. Eines ist jedoch jetzt schon sicher: die Paralapsie ist keine Philosophie für Einäugige!